Treff für trauernde Grosseltern

Sternli-Grosseltern Nachmittag

Wir möchten gerne Omas und Opas von Sternenkindern zu einem gemeinsamen Nachmittag einladen. Mit Kaffee, Kuchen, Austausch und unseren Sternchen im Herzen.


Wer möchte darf etwas für sein Sternen-Enkelchen basteln oder malen. Ausserdem möchten wir auch mit einem gemeinsamen Ritual den so sehr vermissten Kinder im Himmel gedenken.


Es soll ein Nachmittag fürs Herz werden. Wo ihr Grosseltern einfach mal sein dürft. So wie ihr seid, mit all euren Gedanken und Gefühlen und wo eure Trauer einen Platz hat.

Wo: Haus Juna, Dorfstrasse 30, 8805 Richterswil

Wann: 02. Februar 2020, 14-17 Uhr

Wer: Omas und Opas eines Sternenkindes

Anmeldung: per Email an uns


Herzenstag für Frauen mit Kinderwunsch

Herzenstag für Frauen mit Kinderschwunsch nach Verlust

Der Verlust eines Babys ist eine Katastrophe auf allen Ebenen für Eltern. Das Gefühl, kein lebendes Kind in den Armen halten zu dürfen, ist unerträglich schmerzhaft. Der Wunsch die leeren Arme zu füllen, ist für die meisten sehr schnell wieder präsent. Was aber wenn es einfach nicht wieder klappen will? Wenn der Schwangerschaftstest jeden Monat negativ ausfällt. Oder er endlich positiv ist, aber in einer Fehlgeburt endet?
Der Kinderwunsch kann dann schnell zur Belastungsprobe für die Frau und ihren Partner werden.


Wir möchten Frauen mit Kinderwunsch nach Verlust gerne zu einem Seelen-Spa-Tag einladen. Ein Tag, an dem wir einfach mal sein dürfen. So wie wir sind. Mit unserem starken Kinderwunsch. Ein Tag, an dem unsere Trauer Platz hat, unser Schmerz, Schuldgefühle, Frust, Verzweifelung und unsere Hoffnung.
Mit verschiedenen Übungen möchten wir euch helfen wieder Vertrauen in euch und euren Körper zu finden, behutsam mit euch zu sein und in eure Mitte zu finden. Gemeinsam mit unseren Sternchen.
Es wird eine kleine sanfte Yoga Einheit geben, bei Interesse können wir eine geführte Meditation machen, es wird eine Ärztin und eine Hebamme dabei sein um alle eure Fragen zu beantworten. Und es wird einen maltherapeutischen Kreativteil geben.

Hauptziel ist Zusammensein. Sehen, dass man nicht alleine ist mit seinen Sorgen und Ängsten. Und all den Emotionen Raum zu geben und sie ins Fliessen zu bringen.

Wo: Haus Juna, Dorfstrasse 30, 8805 Richterswil

Wann: 19. Januar, 10-16 Uhr

Wer: Mamas die nach einem Verlust gerne wieder schwanger werden möchten, Mamas die schwanger wurden und es wieder verloren haben, Mamas mit Mehrfachverlusten

Anmeldung: per Email an uns



Sternlifamilien Gedenkfeier

16.11.19 Sternlifamilien Treff, mit Lichterwanderung zur Gedenkfeier

Wir, Himmelskind und die Jasmina Soraya Foundation, möchten euch herzlich einladen, den Nachmittag des 16. Novembers mit uns im Haus Juna in Richterswil zu verbringen. Gemütlich zu Kaffee, Kuchen und herzlichem Austausch. Wir werden gemeinsam Laternen zum Gedenken unserer Sternenkinder basteln. Eure Kinder und Familien (auch Grosseltern, Gottis, etc.) sind herzlich eingeladen mitzumachen. Um 16:30 Uhr werden wir dann alle zusammen mit Laternen und Kerzen zur reformierten Kirche laufen. Wo um 17 Uhr die Gedenkfeier für Sternenkinder, organisiert vom Paracelsus Spital, stattfinden wird. Lasst uns gemeinsam den Nachmittag und Abend im Sinne unserer Kinder im Himmel verbringen.

Meldet euch doch gerne bei uns bis zum 2.11.2019 an. Per Email, Telefon oder im Facebook.


Folgeschwangerschaft nach Verlust

Folgeschwangerschaft nach Verlust – Tips für Fachpersonal

Im Wartezimmer

Im Wartezimmer sitzen mehrere Pärchen in freudiger Erwartung. Da sind Bäuche in verschiedensten Grössen. Einige sind fast noch nicht sichtbar, andere schon kugelrund. In aufgeregter und unbeschwerter Atmosphäre sitzen sie da und warten, dass sie für den nächsten Ultraschall-Termin aufgerufen werden. Die einen können es nicht abwarten endlich das Geschlecht ihres Babys herauszufinden. Die anderen freuen sich riesig auf das erste Ultraschallbild.  Sie lächeln sich gegenseitig an und stellen sich Fragen wie „In welcher Woche bist du?“ oder „Ist das dein erstes Kind?“.

Versteckt in der Ecke sitzt eine Frau gemeinsam mit ihrem Partner. Sie spürt keine Vorfreude. Ihre Hände sind kalt und feucht. Ihr Körper angespannt. Als sie das letzte Mal hier waren, haben sie erfahren, dass ihr Baby im Bauch verstorben ist. Sie kann den Anblick der anderen Schwangeren kaum ertragen. Rutscht nervös auf ihrem Stuhl hin und her und fleht innerlich, dass diesmal mit ihrem Baby alles in Ordnung ist. Dass es noch bei ihr ist und sie das Herzchen schlagen sehen darf. Ihr Gefühlschaos ist immens. Ihre Angst kaum auszuhalten.

Sie möchte nicht angelächelt oder gefragt werden, ob das ihre erste Schwangerschaft ist. Eine unschuldige Frage, die doch immer wieder so weh tut. Wie soll man die in diesem mit Unbeschwertheit gefüllten Raum auch beantworten? Das eigene Kind verleugnen zum Wohle der anderen oder ehrlich sein und die Stimmung kippen lassen? Dabei würde sie sich doch so gerne einfach nur freuen. Genau wie die Schwangeren mit ihr im Wartezimmer.

Endlich wird sie aufgerufen. Sie soll zum Wiegen und Blutdruckmessen. Die Arzthelferin verfällt in fröhliches Geplapper. Die Akte hat sie nicht gelesen. „Ist das ihre erste Schwangeschaft?“ Nein, die zweite. „Wie schön, wie alt ist denn ihr Kind?“ Wir haben es verloren! Bedrückte Stille…. und die so fest zurückgehaltenen Tränen fangen an zu kullern. Der Puls rast und der Blutdruck ist wie bei jedem Termin wieder viel zu hoch.

Begleitet von einem mitleidigen Blick der Arzthelferin wird sie ins Untersuchungszimmer geschoben. Stummes Warten. Banges Warten. Bis die Ärztin endlich reinkommt. Der Gang zur Ultraschallliege kostet so viel Mut. Eine gefühlte Ewigkeit bis die Ärztin endlich den erlösenden Herzschlag findet. Jedes Zögern, jedes Schweigen der Ärztin lassen das Herz schneller schlagen. Unendliche Erleichterung, Tränen der Freude, als die Ärztin sagt, dass alles in Ordnung ist. Für einen Moment ist sie wie die Schwangeren da draussen. Für einen Moment ist da nur Freude. Hier, jetzt in diesem Moment, ist alles okay und ihr Baby lebt.

Sie weiss aber genau, dass dieses Gefühl nur von kurzer Dauer sein wird. Dass die Sorgen nachher wieder zurück kehren werden. Sie hat gelernt, dass es keine Garantie auf ein gesundes Kind gibt. So werden die vier Wochen Warten auf den nächsten Termin wieder zur Geduldsprobe. Wenn sie Glück hat, ist ihre Ärztin verständnisvoll und lässt sie öfter zur Kontrolle kommen. Wenn sie Pech hat, hat die Ärztin kein Verständnis.

Traurige Realität

Leider ist die oben dargestellte Situation keine Ausnahme. Man geht davon aus, dass in der Schweiz jede vierte Schwangerschaft in einem Verlust endet. Diese Mama ist kein Einzelfall. Viele Schwangere da draussen erleben das Gleiche: eine Folgeschwangerschaft nach Verlust ist ein extrem schwieriger Weg. Leider ist das ein Thema, dem kaum Beachtung geschenkt wird. Es gibt kaum Literatur, Tips oder Tricks wie man die Ängste aushalten kann. Viele betroffene Mamas beklagen fehlendes Verständnis von ihren Ärzten und Unwissenheit beim Pflegepersonal. Dabei bräuchte es so wenig.

Hier sind sechs Tips für medizinisches Fachpersonal zur Begleitung von Folgeschwangerschaften:

  1. Anerkennen der Angst

Eine Folgeschwangerschaft nach Verlust kann von grosser Unsicherheit und Angst begleitet sein. Das ist okay. Daran ist nichts falsch. Der Mama muss nicht gesagt werden, dass diesmal doch alles gut geht. Dass das Schicksal sicher nicht zweimal zuschlagen wird (Das kann es nämlich!). Oder, dass das Baby im Bauch den Stress der Angst nicht spüren sollte. Das hilft alles nicht. Wer  einmal erlebt hat, wie fragil so ein kleines Leben ist und wie NICHT selbstverständlich es ist, ein gesundes Baby mit nach Hause zu nehmen, der braucht vor allem Verständnis. Der braucht jemanden, der anerkennt, dass diese Angst okay ist und einfach nur zuhört. Gegen die Angst können wir nicht viel tun, aber wir können einfach da sein und mit aushalten, was auch immer da an Emotionen hochkommt.

 

  1. Wartezeiten vor Terminen

Es ist okay, wenn es zu Verzögerungen und Wartezeiten bei Terminen kommt. Für eine Mama schwanger nach Verlust kann das aber zur Tortur werden. Fragt die Mama, ob sie sich wohlfühlt. Informiert sie über die Wartezeit. Wenn es für sie zu schwer wird, schickt sie spazieren oder einen Kaffee trinken. Wenn sie es mit den anderen Schwangeren nicht aushält, schaut, ob sie in einen Nebenraum sitzen möchte. Schaut nach ihr. Sie wird sich verstanden und nur halb so verloren fühlen.

 

  1. Vermeiden von Triggerfragen

Die Frage, ob das die erste Schwangerschaft oder das erste Kind ist, kann viele schmerzhafte Emotionen auslösen. Oftmals erleben die Betroffenen einen Gedankensturm von „Sag ich es oder sag ich es nicht?“, „Kann mein Gegenüber die Wahrheit ertragen?“, „Kann ich die Wahrheit gerade ertragen?“. Eine so simple und unschuldige Frage kann den Schmerz des Verlustes voll zum Vorschein bringen. Vielleicht kann ein sichtbarer bzw. „warnender“ Kleber auf der Akte dem Pflegepersonal helfen zu erkennen, ob eine Schwangere schon Verlusterfahrungen gemacht hat. So können auch Praxisassistenten/innen und Hebammen sensibilisiert werden und auslösende Fragen vermieden werden.

 

  1. Kürzere Abstände zwischen Ultraschallterminen

Auch wenn eine Folgeschwangerschaft nach Verlust völlig normal und gesund verläuft, ist es KEINE normale Schwangerschaft für die betroffene Mama. Die normalen vierwöchigen Abstände zwischen Ultraschallterminen sind für viele Betroffene zu lang und schwer auszuhalten. Sprecht mit der Mama darüber und vereinbart kürzere Abstände, wenn es der Mama hilft. Es kann auch helfen zwischendrin einen Hebammenbesuch zu organisieren. Vermittelt der Mama die Sicherheit, dass sie IMMER kommen oder anrufen kann, wenn die Angst mit ihr durchgeht.

 

  1. Zusätzliche Beleghebammen-Betreuung

Es gibt viele speziell ausgebildete oder erfahrene Beleghebammen und Doulas, die Frauen in der Folgeschwangerschaft nach Verlust liebevoll und empathisch betreuen können. Viele wissen nur leider von dieser Möglichkeit nicht. Dabei kann die Schwangere eine treue Begleiterin und Ansprechpartnerin gewinnen, die ihre Geschichte kennt und den Weg gemeinsam mit ihr geht. Sie kann Zwischenkontrollen übernehmen, in Notfällen erreichbar sein und sogar die Geburt begleiten.
Es ist wichtig, dass Schwangere über die Option informiert und aufgeklärt werden und ihnen jemand bei der Vermittlung hilft.

 

  1. Verständnis, Verständnis, Verständnis

Und noch etwas mehr Verständnis.

Verständnis Folgeschwangerschaft

Dieser Artikel entstand aus meiner ganz eigenen Erfahrung und den Geschichten, die ihren Weg zu mir gefunden haben. Es soll ein erster Schritt sein in Richtung Aufklärung und er soll zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Feedback und Input sind herzlich willkommen.

 

Begleitung in der Folgeschwangerschaft durch die Mamas von Himmelskind.

Meditation bei Ängsten in der Folgeschwangerschaft.


7 Dinge, die du tun kannst, um im Oktober Sternenkindern zu gedenken

Hast du in deinem Freundeskreis oder in deiner Familie jemanden, der ein Kind verloren hat? Durften sie ihr Kind vielleicht nie ausserhalb ihres Bauches kennenlernen, weil es still geboren wurde? Oder durften sie ihr Kind vielleicht nach der Geburt mit nach Hause nehmen, doch es verstarb leider kurze Zeit später? Oder vielleicht hast du eine Freundin, die gleich mehrere Fehlgeburten erleiden musste, wobei schon eine unsäglich schmerzhaft ist? Oder eine Freundin, die sich so sehr Kinder wünscht, aber es einfach nie klappen will? Vielleicht hast du Freunde, deren Kleinkind, Schulkind oder Teenager tragischerweise verstarb?

Wenn du jemanden kennst, dessen Welt durch den Verlust eines Kindes schmerzlich zerbrach, dann nimm dir diesen Monat einen Moment Zeit und unterstütze die verwaisten Eltern. Erinnere dich gemeinsam mit ihnen an ihr Kind im Himmel und begleite sie ein Stückchen auf ihrem Weg.

Der Monat Oktober steht ganz im Zeichen von den Kindern, die vor, während oder nach der Geburt zu den Sternen reisten. Er soll Aufmerksamkeit auf das Thema Kindsverlust lenken, das Tabu Stück für Stück brechen und betroffenen Eltern aus ihrer Isolation helfen.

Gedenkmonat für Sternenkinder

 

Vielleicht liest du die Zeilen gerade und fragst dich, wie du betroffene Eltern am besten unterstützen kannst. Das ist so verständlich. Hier sind ein paar Ideen und Anregungen für dich:

  1. Zünde eine Kerze für das Sternenkind an

Der 15. Oktober ist weltweiter Gedenktag für Sternenkinder und auch du bist herzlich eingeladen mitzumachen. Alles was du tun musst ist um 19 Uhr eine Kerze in Erinnerung an das Sternenkind anzuzünden und sie eine Stunde brennen zu lassen. Da weltweit um 19 Uhr Ortszeit Kerzen angezündet werden, entsteht eine Welle des Lichtes – in Erinnerung an all die Kinder, die uns viel zu früh verlassen mussten.

  1. Sag den Namen des Kindes

Wenn du einen Kaffee mit den betroffenen Eltern trinkst oder zufällig auf Arbeit auf sie triffst, nimm dir einen Moment und versuche den Namen des Kindes in euer Gespräch zu integrieren. Das muss nicht formell oder ungelenk geschehen. Zum Beispiel, wenn du sie zu Hause besuchst und du siehst ein Foto von ihrem Kind, dann sag einfach: „Das Bild von dir und Marc ist wunderschön.“ Oder wenn sich keine natürliche Gelegenheit ergibt, dann sag einfach: „Ich habe gehört der Oktober ist Gedenkmonat für Sternenkinder und du sollst wissen, dass ich an Ella denke.“

  1. Schicke eine Karte

Vielleicht findest du irgendwo eine Karte auf der steht „Ich denke an dich“. So etwas ist perfekt um betroffene Eltern wissen zu lassen, dass sie in ihrem Schmerz nicht alleine sind und ihre Kinder im Himmel nicht vergessen werden. Das ist so unendlich wertvoll.

  1. Ruf sie an

Trau dich, nimm das Telefon zur Hand und ruf sie an. Sag, dass du weisst, dass der Oktober im Zeichen der Sternenkinder steht und du an ihr Kind denkst. Du könntest sie auch fragen, ob du irgendetwas tun könntest in Erinnerung an ihr Kind.

  1. Tu etwas Gutes im Namen des Kindes – Random Act of Kindness

Wie wäre es wenn du etwas Gutes im Namen des Sternenkindes tun würdest? Es können so kleine und einfache Dinge sein, wie der Person hinter dir in der Schlange einen Kaffee zu spendieren, mit einer Notiz, dass du das in Erinnerung an das Sternenkind deiner Freundin gemacht hast. Die Möglichkeiten sind endlos. Sei einfach kreativ. Und vergiss nicht den betroffenen Eltern davon zu erzählen. Es wird sie sicher zu Tränen rühren.

  1. Begleite sie zu einer Gedenkfeier

Vielleicht findet in eurer Nähe eine Gedenkfeier für Sternenkinder statt. Mach sie darauf aufmerksam und frag, ob du sie begleiten darfst. Das ist eine wundervolle Geste und würde den Eltern sicher viel bedeuten.
Hier sind ein paar Gedenkfeiern in der Schweiz:

  • 16. November 2019, 17.00 – 18.00 Uhr im Chor der reformierten Kirche Richterswil – Ein Hauch von Leben
  • 17. November 2019, 16.00 – ca.17.15 Uhr in der Liebfrauenkirche Zürich – Gedenkfeier für verstorbene Kinder
  • 17. November 2019, 16:00 – 17:30 in der Heiliggeistkirche Bern  – Gedenkfeier für Menschen, die um ein Kind trauern
  • 08. Dezember 2019 17:00 Uhr im St. Johann Schaffhausen – Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für verstorbene Kinder
  1. Sende eine Message via Facebook oder Email und lass die betroffenen Eltern wissen, dass du ihrem Kind gedenkst und es nicht vergessen hast. Hier sind zwei Beispiele, die du verwenden kannst. Eins auf deutsch und eins auf Englisch von „Pregnancy After Loss Support“

In Gedanke bei deinem Sternenkind

 

Gedenkmonat für Sternenkinder

Wofür auch immer du dich letztendlich entscheidest. Für dich mag eine solche Geste klein erscheinen in anbetracht der Grösse des Verlustes. Aber sei dir gewiss, für die betroffenen Eltern wird es die Welt bedeuten.

 

Dieser Text entstand in Anlehnung an die wundervollen Ideen auf der englischen Pregnancy After Loss Support-Seite:

„10 Ways to Support a Bereaved Parent during Pregnancy, Infant, and Child Loss Awareness Month“

 


Tausend Dank für eure Spenden

Ich habe heute mal im Facebook nachgeschaut und gesehen, dass es die Himmelskind Seite morgen seit genau 4 Monaten gibt. Die Zeit ging extrem schnell vorbei und trotzdem habe ich das Gefühl, dass so viel passiert ist. Wir haben da etwas aus dem Herzen heraus aus dem Boden gestampft und haben in der kurzen Zeit schon so verdammt viel geschafft. Ohne all die viele Unterstützung von aussen, wäre das aber nicht möglich gewesen. Vor allem eure zahlreichen Spenden haben uns geholfen, unser Konzept Schritt für Schritt zu verwirklichen und zu verfeinern.

Deshalb möchten wir heute mal den Moment nutzen und euch Danke sagen. Tausend tausend tausend Dank. Für eure finanzielle Unterstützung. Eure zahlreichen Ideen. Eure stets positiven Worte. Für die vielen Synergien, die entstehen durften. Für all die Ratschläge, die wir auf unseren Weg mitnehmen durften. Dafür, dass ihr unserem Himmelskind helft fliegen zu lernen.

Wir sind immer wieder zutiefst gerührt.

Wir freuen uns, euch erzählen zu dürfen, dass unser Angebot mittlerweile ganz wundervoll im Paracelsus Spital Richterswil angenommen wurde, das Horgen Seespital mit uns zusammen arbeiten möchte, genauso wie das Triemli Spital in Zürich, wo die leitende Hebamme uns mit offenem Herzen empfangen hat. Alle drei Spitäler möchten, dass wir ihren Teams unser Konzept vorstellen. Auch das Spital in Meilen hat um einen Austausch gebeten. Weiterhin haben wir einen Termin mit dem Pränataldiagnostiker Dr. Boris Tutschek. Eine wichtige Schnittstelle im Kanton Zürich, da zu ihm viele der schwierigen, unklaren Fälle geschickt werden. Wir haben ganz viel positiven Zuspruch und Unterstützung von Ärzten verschiedenster Disziplinen erhalten. Unsere Flyer verteilen wir nach und nach an sämtliche gynäkologische Praxen und Hebammen im Raum Zürich und linkes Zürichseeufer und wir bereiten uns auf die grosse Interprofessionelle Fachtagung „Perinataler Kindstod“ von der Fachstelle Kindsverlust vor, wo wir einen Stand haben werden. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber dank euch können wir unsere Ziele weiter verfolgen. DANKE!!!

Und da ein Danke viel zu wenig scheint, möchten wir uns zumindest die Zeit nehmen und euch zeigen, was durch eure Spenden alles entstehen durfte:

Unsere Webseite:

Unser Flyer:

Himmelskind Flyer

Unsere Erste-Hilfe Apotheke:

Spagyrisches SOS Spray, Ignatia Globuli, Schock-Öl, Bachblüten Seelentröster, Trauma-Tee

Akuthilfe Kindsverlust

Spezielle Geburtskärtchen für Sternenkinder:

Geburtskärtli Sternenkind

Material für Namensarmbänder aus Perlen für Sternenfamilien:

Namensarmband Sternenkind

Windlichttüten mit elektrischem Teelicht zum Aufstellen im Spital und zum bemalen:

Licht für Sternenkinder

Kleine Geschenke für die Sterneneltern zum Festhalten:

Sterne für Sternenkinder

Literatur für die Eltern und für uns:

 Robert Kachler Trauernde Paare

Affirmationskarten für eine Folgeschwangerschaft nach Kindsverlust:

Affirmationen für die FolgeschwangerschaftAffirmation Folgeschwangerschaft

Ätherische Öl-Mischungen zum Unterstützen der Trauerarbeit in der Begleitung und ein Notizbuch für die Mamas für Hausaufgaben:

Ein tolles Team mit gepackten Erste-Hilfe Koffern, ganz viel Feingefühl, riesen Herzen und der Unterstützung von vier Himmelskindern:

 

Herzensgrüsse,

Janine, Manuela, Alia und Franzi

 


Videoprojekt „Umgang mit trauernden Eltern“

Seit über einem Jahr wartet ein ganz besonderes Videoprojekt auf seine Fertigstellung. Heute ist es endlich soweit. Ich freue mich riesig, euch das fertige Video zum Thema „Umgang mit trauernden Eltern“ zeigen zu können. Es entstand in Zusammenarbeit mit Sternenmamas und-Papas aus der Jasmina Soraya Foundation und von Stärnechind.

Ich möchte mich bei all denen bedanken, die mich in diesem Projekt tatkräftig unterstützt haben. Die diesem Thema ein Gesicht gegeben haben und mir immer mit Rat und Feedback zur Seite gestanden haben. Tausend Dank!

Hier ist das Video „Umgang mit trauernden Eltern #sagnicht #saglieber“.

 

Passend zu diesem Videoprojekt  findet ihr auch einen Artikel zu dem Thema auf Franzi’s Blog.


Tabuthema Fehlgeburt im Blick

Tabuthema Kindsverlust auf www.Blick.ch

Seit zwei Tagen hat der Blick das Tabuthema „Verluste in der Schwangerschaft“ aufgegriffen. Sehr liebevoll und mit viel Feingefühl kommen verschiedenste Frauen zu Wort und teilen ihre Geschichten.

Es lohnt sich einen „Blick hinein zu werfen“:

https://www.blick.ch/news/heidi-brack-86-aus-herzogenbuchsee-be-verlor-drei-ungeborene-und-hatte-zwei-totgeburten-ich-frage-mich-noch-heute-was-aus-ihnen-geworden-waere-id15257762.html

https://www.blick.ch/news/schweiz/ute-meilinger-61-neuenhof-ag-der-pfarrer-weigerte-sich-mein-kind-zu-beerdigen-id15257828.html

Auch Franzi ist vertreten: https://www.blick.ch/news/schweiz/tabuthema-fehlgeburten-er-hatte-nur-2-5-stunden-auf-dieser-welt-id15257835.html 

https://www.blick.ch/news/politik/20000-frauen-jaehrlich-verlieren-ihr-kind-in-den-ersten-zwoelf-schwangerschaftswochen-eine-betroffene-mutter-bricht-das-schweigen-id15253545.html

https://www.blick.ch/news/fehlgeburten-sind-auch-fuer-vaeter-eine-tragoedie-der-betroffene-thomas-z-50-erzaehlt-ich-erreiche-meine-frau-nicht-mehr-id15256005.html

https://www.blick.ch/news/politik/hebamme-und-trauerfachfrau-ueber-das-tabu-fehlgeburt-unser-gesetz-ist-frauenfeindlich-id15253515.html

https://www.blick.ch/news/politik/wieso-unterscheidet-gesetz-zwischen-krank-und-schwanger-kassen-vertreter-schoben-kosten-auf-die-frauen-ab-id15256607.html

https://www.blick.ch/news/schweiz/naomi-gregoris-31-aus-basel-ueber-ihre-fehlgeburt-man-gab-mir-eine-mitschuld-id15257844.html

https://www.blick.ch/news/schweiz/yvonne-bundi-52-arbon-sg-mein-mann-fluechtete-sich-in-die-arbeit-id15257853.html

 


An die Mamas und Papas mit einem gebrochenem Herzen

An die Mamas und Papas mit einem gebrochenen Herzen

Diese Zeilen sind für dich. Unbekannterweise. Wir kennen uns nicht und doch eint uns dasselbe Schicksal. Ich weiss genau wie du dich fühlst. Ich kenne deinen Schmerz so gut. Wir tragen dieselben Narben. Es tut mir so so leid, dass du hier bist. Ich weiss, das hier ist dein grösster Albtraum. Das war nicht der Plan. Ich verstehe dich…

Vielleicht kanntest du nur den Herzschlag. Vielleicht hast du dein Baby in den Armen halten dürfen. Vielleicht durftest du es sogar einige Zeit begleiten. Vielleicht ist es gestern passiert oder vor 20 Jahren. Ich weiss, du wirst es nie vergessen. Ich weiss, du würdest ohne zu zögern dein Leben für dein Kind geben. Ich weiss, du würdest jedes kleine Stück von dir opfern um dein Baby vor diesem Schicksal zu bewahren. Wir sind doch die Beschützer unserer Kinder. Aber wir konnten sie nicht beschützen. Nicht vor dem hier. Vor dem Undenkbaren. Du würdest alles geben für noch einen einzigen kleinen Moment mit deinem Kind. Nur noch einmal seine weiche Wange streicheln. Du würdest den Moment einfrieren, um ihn für alle Ewigkeit zu konservieren. Ich weiss, wie sehr es dir fehlt. Ich sehe deinen Schmerz. Einen Schmerz den niemand, der nicht auch ein Kind verloren hat, nachvollziehen kann. Du fühlst dich allein und unverstanden. Isoliert von der Welt, die sich einfach weiterdreht. Aber du bist nicht alleine. Auf diesem Weg gehen so viele andere Eltern. Versuchen zu überleben. Eine Richtung zu finden. Auf der Suche nach diesem kleinen Fünkchen Hoffnung.
Dein gebrochenes Herz. Wie sehr ich wünschte, ich könnte es wieder zusammensetzen. Ich wünschte, ich könnte das alles ungeschehen machen. Deine Welt wieder in Ordnung bringen. So gerne würde ich dir dein Kind wieder in die Arme geben. Ich wünschte du könntest es aufwachsen sehen, sein Lachen hören und seine warmen Küsse spüren. Ich weiss, wie sehr du dir das wünschst.

Aber da sind nur Fragen. Fragen auf die es keine Antworten gibt. Und Stille. Dieses erdrückende Gefühl ihrer Abwesenheit. Jeden einzelnen Tag. Es wird Tage geben, an denen fühlt es sich an als würde die Trauer dich verschlingen. Wenn du nichts anderes schaffst als aus dem Bett zu steigen und etwas zu essen. Es ist OKAY. Sei nachsichtig mit dir. Gib dir Raum zum atmen. An den Tagen, an denen Wut und Schmerz dich schier zerreissen, geh nach draussen. Schrei es hinaus. Fluche. Weine. Trampele. Es ist beschissen. Es ist nicht fair. Niemand hat ein solches Schicksal verdient. Bitte lass diese Gefühle zu. Fühle es. Trauere. Lass den Tränen freien Lauf. Nur so können wir den Schmerz erleichtern. Nur so können wir Heilung finden. Wenn man das überhaupt je heilen kann. Unsere Kinder waren schliesslich kein gebrochener Knochen. Keine Grippe, die nach einiger Zeit wieder verschwindet. Sie sind ein Teil unseres Herzens und nun fehlt ein Teil.

Du wirst heilen. Vielleicht nicht so wie die Welt es von dir erwartet oder gar du selbst. Du wirst nicht darüber hinwegkommen oder es hinter dir lassen können. Aber es wird einfacher werden. Es wird weniger weh tun. Du wirst eines Tages leichter atmen können. Ich habe gelernt die Trauer nicht als meinen Feind anzusehen. Ich möchte sie nicht besiegen. Mit der Zeit wird der Schmerz besser, weniger intensiv. Mit der Zeit nimmt Liebe einen immer grösseren Platz ein. Wir werden nie aufhören unsere Kinder zu lieben und Liebe ist etwas wundervolles. Es gibt nichts Schöneres, Unerschrockeneres, Stärkeres als die Liebe einer Mutter und eines Vaters zu ihrem Kind. Das ist das Versprechen, das wir unseren Kindern gegeben haben. Wir haben geschworen sie jede Sekunde ihres Lebens und jede Sekunde unseres Lebens zu lieben. Was auch immer es unser Herz kosten mag. Für unsere Kinder würden wir diesen Schmerz immer und immer wieder ertragen. Wo kann man bedingungslosere Liebe finden als im Herzen einer trauernden Mutter oder eines trauernden Vaters? Diese Liebe ist stärker als der Schmerz. Und sie ist so so wunderschön.

Schau dich an. Hier bist du. Du atmest immer noch. Du stehst aufrecht. Wie mutig du bist! Du kannst den Verlust deines Kindes überleben, aber du wirst eine andere Person sein. Ein solches Erlebnis wird dich für immer verändern. Es gibt keinen Weg zurück. Nur nach vorne. Zusammen mit der Sehnsucht, die dich immer begleiten wird. Sie wird immer ein Teil deines Lebens sein. Genauso wie dein Kind. Du kannst dein Leben zu Ehren deines Kindes weiterleben und das gibt Hoffnung. Hoffnung und Liebe in einem solchen Verlust zu finden, kann schwer sein. Ich wünsche dir von Herzen, dass du sie findest. Ich wünsche dir, dass du eines Tages diese Schönheit wahrnehmen kannst. Dass du siehst, wir gross dieses Geschenk ist. Wahrscheinlich werden wir nie verstehen, warum unsere Kinder nicht bleiben durften. Aber sie haben uns etwas ganz besonderes spüren lassen: Liebe kennt keine Grenzen.

Eine Sternenmama