Himmelskind Agenda

Himmelskind Jahreskalender

Neben unserer Akuthilfe und Trauerbegleitung bieten wir auch immer wieder Workshops für Sternli-Eltern und Sternli-Grosseltern an.

Hier ist unser Jahreskalender:

19. Januar, 10-16 Uhr – Herzenstag für Mamis mit Kinderwunsch, Haus Juna in Richterswil

02. Februar, 14-17 Uhr – Sternli-Grosseltern Nami, Haus Juna in Richterswil

14. März, 10-12 Uhr – Trauma-Yoga für Sternli-Eltern, Sivananda Yoga Center, Sihleggstrasse 1, in 8832 Wollerau

19. April, 14-17 Uhr – „Trauer dich bunt!“ – Workshop zum Thema: Trauer/Traurigkeit, Freizeitanlage Wädenswil

10. Mai, 14-17 Uhr – „Trauer dich bunt!“ – Workshop zum Thema: Wut, Freizeitanlage Wädenswil

7. Juni, 14-17 Uhr – „Trauer dich bunt!“ – Workshop zum Thema: Neid, Freizeitanlage Wädenswil

28. Juni, 14-17 Uhr – Sternli-Grosseltern Nami, Freizeitanlage Wädenswil

6. September, 14-17 Uhr – „Trauer dich bunt!“ – Workshop zum Thema: Angst, Freizeitanlage Wädenswil

4. Oktober, 14-17 Uhr –  „Trauer dich bunt!“ – Workshop zum Thema: Freude, Freizeitanlage Wädenswil

15. November, 14-17 Uhr – „Trauer dich bunt!“ – Workshop zum Thema: Liebe, Freizeitanlage Wädenswil



Trauer dich bunt

Trauer dich bunt! – Workshop-Reihe

„Trauer ist keine Krankheit, aber sie kann krank machen, wenn wir sie in ihrem Ausdruck behindern.“ (Jorgos Canacakis)

Was mach ich nur mit meiner Trauer?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann bricht eine Welt zusammen. Traurigkeit, Fassungslosigkeit und Verzweiflung überkommt die Zurückgebliebenen. Es ist schwer, das auszuhalten. Zumal wir oft auch in unserer Trauer alleine sind. Der Tod wird mehr und mehr zum Tabu. Gesellschaftsfähig ist er schon lange nicht mehr. Alte Trauer-Traditionen verschwinden nach und nach, ohne das neue Formen der Trauerbewältigung vorhanden sind. Zurück bleiben die Hinterbliebenen mit ihrem Tsunami an Gefühlen.

Unsere Trauer ist nicht nur schwarz und eintönig. Sie ist turbulent, voller Emotionen und kunterbunt! Urplötzlich taucht die Liebe wie aus dem Nichts auf, im nächsten Moment schreit die Traurigkeit aus Leibeskräften und wieder einen Augenblick später haben wir eine riesen Wut im Bauch – auf die Situation, auf unseren geliebten Menschen oder auch auf uns. Unsere Gefühle sind da oft nur schwer einzuordnen und zu ertragen. Aber auf dem Papier, mit den Farben, dem Pinsel in der Hand oder auch mit den blossen Händen können wir diese ganzen Gefühle auch ausdrücken, sichtbar machen und ihnen eine Form geben. Dadurch ordnen wir unsere Gefühle und unser Seelenleben.

Seit Menschengedenken dient kreatives Gestalten auch der Trauerarbeit. Man denke nur an die kunstvollen Grabstätten der alten Hochkulturen oder die Grabmale bis in die heutige Zeit. In jedem von uns stecken kreative Kräfte, die dabei helfen können, den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Dabei ist es nicht wichtig, Werke von künstlerischer Bedeutung zu schaffen, sondern den eigenen Gefühlen und Erinnerungen Ausdruck zu geben. Nur wenn wir Wege finden unserer Trauer in ihrer Vielfältigkeit Ausdruck zu verleihen, können wir langsam durch den Sturm in ruhigere Gewässer gleiten.

Gemeinsam mit unserer Sternenmama und ausgebildeten Maltherapeutin Juliet möchten wir euch daher eine ganz besondere Workshop Reihe anbieten: „Trauer dich bunt!“ Zu jeder Traueremotion wird es einen begleiteten Mal-Workshop geben. Dafür braucht es keine Vorkenntnisse. Es geht nicht um das Endprodukt, sondern um das Erlebte, das Rauslassen und Zulassen.

19. April, 14-17 Uhr – Thema: Trauer/Traurigkeit

10. Mai, 14-17 Uhr – Thema: Wut

7. Juni, 14-17 Uhr – Thema: Neid

6. September, 14-17 Uhr – Thema: Angst

4. Oktober, 14-17 Uhr –  Thema: Freude

15. November, 14-17 Uhr – Thema: Liebe

Eine Location wird noch gesucht. Es wird auf jedem Fall im Raum Zürich stattfinden. Wir geben sie schnellstmöglich bekannt.

Kosten: 30 CHF pro Workshop oder 150 CHF für die gesamte Reihe (das Geld ist für Materielkosten und Raummiete)

Anmelden unter: trauerbegleitung@himmelskind.ch oder im Facebook unter Veranstaltungen

Maltherapeutin Juliet

Malen am Sternli-Eltern Nachmittag


Sternli-Grosseltern Nachmittag 02.02.2020

Gestern durften wir unseren ersten Sternli-Grosseltern Nachmittag veranstalten. Sieben Omis und ein Opi haben all ihren Mut zusammen genommen und den Weg zu uns gefunden. Zum Teil kam dieser Weg sogar aus dem Tessin und aus Interlaken ❤️.
Es war ein intensiver Austausch, der uns alle tief berührt hat. Kaum ein Auge blieb trocken und das war auch genau gut und richtig so. Es war so wichtig für die Grosseltern zu sehen, dass sie mit all ihren Themen nicht alleine sind. Dass sie die Chance hatten über die riesen Last, die sie tragen, zu reden und all die Sorgen, Ängste und Nöte teilen zu können. In einem Raum, wo sie einfach verstanden wurden. Aber genauso durften auch die schönen Momente, die kostbaren Erinnerungen und die tiefe Liebe zu ihren Enkeln im Himmel, geteilt werden.
Wir sind zutiefst dankbar, dass wir diesen Nachmittag erleben durften. Wissend wieviel Mut und Überwindung es gekostet haben muss, zu uns zu kommen und sich vor fremden Menschen zu öffnen. Herzensdank an die Sternli-Omis und Opis ❤️🙏❤️
Das Lied im Video haben wir ganz bewusst gewählt, denn es sind so wahre Worte.
„It´s a beautiful life“ von Billy Raffoul
To me, it is simple, we needed an angel
There’s no need to let go, this isn’t goodbye
Just until next time, forever on our minds
And even though we cry
It’s a beautiful life
It’s a beautiful life
Miss you for always, feel you on Sundays
Yellow and purple rings ‚round your eyes
It’s too much to handle, but you make me able
Sometimes it’s so cold, but
It’s a beautiful life
Ah, yeah, it’s a beautiful life
It’s a beautiful life
And I wonder if it hurts or not
Hurts or not
I wonder if it hurts or not
To me, it is simple, we needed an angel
No need to let go, this isn’t goodbye
Just until next time, forever on our minds
Even though we cry
It’s a beautiful life
Oh, oh, it’s a beautiful life
Oh, oh, it’s a beautiful life
Oh, oh
Oh, oh, it’s a beautiful life
#sternenkind #himmelskind #sternligrosseltern #tiefberührt #dankbar #weneededanangel #itsabeautifullife

Treff für trauernde Grosseltern

Sternli-Grosseltern Nachmittag

Wir möchten gerne Omas und Opas von Sternenkindern zu einem gemeinsamen Nachmittag einladen. Mit Kaffee, Kuchen, Austausch und unseren Sternchen im Herzen.


Wer möchte darf etwas für sein Sternen-Enkelchen basteln oder malen. Ausserdem möchten wir auch mit einem gemeinsamen Ritual den so sehr vermissten Kinder im Himmel gedenken.


Es soll ein Nachmittag fürs Herz werden. Wo ihr Grosseltern einfach mal sein dürft. So wie ihr seid, mit all euren Gedanken und Gefühlen und wo eure Trauer einen Platz hat.

Wo: Freizeitanlage Wädenswil

Wann: 28. Juni 2020, 14-17 Uhr

Wer: Omas und Opas eines Sternenkindes

Anmeldung: per Email an uns


Herzenstag für Frauen mit Kinderwunsch

Herzenstag für Frauen mit Kinderschwunsch nach Verlust

Der Verlust eines Babys ist eine Katastrophe auf allen Ebenen für Eltern. Das Gefühl, kein lebendes Kind in den Armen halten zu dürfen, ist unerträglich schmerzhaft. Der Wunsch die leeren Arme zu füllen, ist für die meisten sehr schnell wieder präsent. Was aber wenn es einfach nicht wieder klappen will? Wenn der Schwangerschaftstest jeden Monat negativ ausfällt. Oder er endlich positiv ist, aber in einer Fehlgeburt endet?
Der Kinderwunsch kann dann schnell zur Belastungsprobe für die Frau und ihren Partner werden.


Wir möchten Frauen mit Kinderwunsch nach Verlust gerne zu einem Seelen-Spa-Tag einladen. Ein Tag, an dem wir einfach mal sein dürfen. So wie wir sind. Mit unserem starken Kinderwunsch. Ein Tag, an dem unsere Trauer Platz hat, unser Schmerz, Schuldgefühle, Frust, Verzweifelung und unsere Hoffnung.
Mit verschiedenen Übungen möchten wir euch helfen wieder Vertrauen in euch und euren Körper zu finden, behutsam mit euch zu sein und in eure Mitte zu finden. Gemeinsam mit unseren Sternchen.
Es wird eine kleine sanfte Yoga Einheit geben, bei Interesse können wir eine geführte Meditation machen, es wird eine Ärztin und eine Hebamme dabei sein um alle eure Fragen zu beantworten. Und es wird einen maltherapeutischen Kreativteil geben.

Hauptziel ist Zusammensein. Sehen, dass man nicht alleine ist mit seinen Sorgen und Ängsten. Und all den Emotionen Raum zu geben und sie ins Fliessen zu bringen.

Wo: Haus Juna, Dorfstrasse 30, 8805 Richterswil

Wann: 19. Januar, 10-16 Uhr

Wer: Mamas die nach einem Verlust gerne wieder schwanger werden möchten, Mamas die schwanger wurden und es wieder verloren haben, Mamas mit Mehrfachverlusten

Anmeldung: per Email an uns



Sternlifamilien Gedenkfeier

16.11.19 Sternlifamilien Treff, mit Lichterwanderung zur Gedenkfeier

Wir, Himmelskind und die Jasmina Soraya Foundation, möchten euch herzlich einladen, den Nachmittag des 16. Novembers mit uns im Haus Juna in Richterswil zu verbringen. Gemütlich zu Kaffee, Kuchen und herzlichem Austausch. Wir werden gemeinsam Laternen zum Gedenken unserer Sternenkinder basteln. Eure Kinder und Familien (auch Grosseltern, Gottis, etc.) sind herzlich eingeladen mitzumachen. Um 16:30 Uhr werden wir dann alle zusammen mit Laternen und Kerzen zur reformierten Kirche laufen. Wo um 17 Uhr die Gedenkfeier für Sternenkinder, organisiert vom Paracelsus Spital, stattfinden wird. Lasst uns gemeinsam den Nachmittag und Abend im Sinne unserer Kinder im Himmel verbringen.

Meldet euch doch gerne bei uns bis zum 2.11.2019 an. Per Email, Telefon oder im Facebook.


Folgeschwangerschaft nach Verlust

Folgeschwangerschaft nach Verlust – Tips für Fachpersonal

Im Wartezimmer

Im Wartezimmer sitzen mehrere Pärchen in freudiger Erwartung. Da sind Bäuche in verschiedensten Grössen. Einige sind fast noch nicht sichtbar, andere schon kugelrund. In aufgeregter und unbeschwerter Atmosphäre sitzen sie da und warten, dass sie für den nächsten Ultraschall-Termin aufgerufen werden. Die einen können es nicht abwarten endlich das Geschlecht ihres Babys herauszufinden. Die anderen freuen sich riesig auf das erste Ultraschallbild.  Sie lächeln sich gegenseitig an und stellen sich Fragen wie „In welcher Woche bist du?“ oder „Ist das dein erstes Kind?“.

Versteckt in der Ecke sitzt eine Frau gemeinsam mit ihrem Partner. Sie spürt keine Vorfreude. Ihre Hände sind kalt und feucht. Ihr Körper angespannt. Als sie das letzte Mal hier waren, haben sie erfahren, dass ihr Baby im Bauch verstorben ist. Sie kann den Anblick der anderen Schwangeren kaum ertragen. Rutscht nervös auf ihrem Stuhl hin und her und fleht innerlich, dass diesmal mit ihrem Baby alles in Ordnung ist. Dass es noch bei ihr ist und sie das Herzchen schlagen sehen darf. Ihr Gefühlschaos ist immens. Ihre Angst kaum auszuhalten.

Sie möchte nicht angelächelt oder gefragt werden, ob das ihre erste Schwangerschaft ist. Eine unschuldige Frage, die doch immer wieder so weh tut. Wie soll man die in diesem mit Unbeschwertheit gefüllten Raum auch beantworten? Das eigene Kind verleugnen zum Wohle der anderen oder ehrlich sein und die Stimmung kippen lassen? Dabei würde sie sich doch so gerne einfach nur freuen. Genau wie die Schwangeren mit ihr im Wartezimmer.

Endlich wird sie aufgerufen. Sie soll zum Wiegen und Blutdruckmessen. Die Arzthelferin verfällt in fröhliches Geplapper. Die Akte hat sie nicht gelesen. „Ist das ihre erste Schwangeschaft?“ Nein, die zweite. „Wie schön, wie alt ist denn ihr Kind?“ Wir haben es verloren! Bedrückte Stille…. und die so fest zurückgehaltenen Tränen fangen an zu kullern. Der Puls rast und der Blutdruck ist wie bei jedem Termin wieder viel zu hoch.

Begleitet von einem mitleidigen Blick der Arzthelferin wird sie ins Untersuchungszimmer geschoben. Stummes Warten. Banges Warten. Bis die Ärztin endlich reinkommt. Der Gang zur Ultraschallliege kostet so viel Mut. Eine gefühlte Ewigkeit bis die Ärztin endlich den erlösenden Herzschlag findet. Jedes Zögern, jedes Schweigen der Ärztin lassen das Herz schneller schlagen. Unendliche Erleichterung, Tränen der Freude, als die Ärztin sagt, dass alles in Ordnung ist. Für einen Moment ist sie wie die Schwangeren da draussen. Für einen Moment ist da nur Freude. Hier, jetzt in diesem Moment, ist alles okay und ihr Baby lebt.

Sie weiss aber genau, dass dieses Gefühl nur von kurzer Dauer sein wird. Dass die Sorgen nachher wieder zurück kehren werden. Sie hat gelernt, dass es keine Garantie auf ein gesundes Kind gibt. So werden die vier Wochen Warten auf den nächsten Termin wieder zur Geduldsprobe. Wenn sie Glück hat, ist ihre Ärztin verständnisvoll und lässt sie öfter zur Kontrolle kommen. Wenn sie Pech hat, hat die Ärztin kein Verständnis.

Traurige Realität

Leider ist die oben dargestellte Situation keine Ausnahme. Man geht davon aus, dass in der Schweiz jede vierte Schwangerschaft in einem Verlust endet. Diese Mama ist kein Einzelfall. Viele Schwangere da draussen erleben das Gleiche: eine Folgeschwangerschaft nach Verlust ist ein extrem schwieriger Weg. Leider ist das ein Thema, dem kaum Beachtung geschenkt wird. Es gibt kaum Literatur, Tips oder Tricks wie man die Ängste aushalten kann. Viele betroffene Mamas beklagen fehlendes Verständnis von ihren Ärzten und Unwissenheit beim Pflegepersonal. Dabei bräuchte es so wenig.

Hier sind sechs Tips für medizinisches Fachpersonal zur Begleitung von Folgeschwangerschaften:

  1. Anerkennen der Angst

Eine Folgeschwangerschaft nach Verlust kann von grosser Unsicherheit und Angst begleitet sein. Das ist okay. Daran ist nichts falsch. Der Mama muss nicht gesagt werden, dass diesmal doch alles gut geht. Dass das Schicksal sicher nicht zweimal zuschlagen wird (Das kann es nämlich!). Oder, dass das Baby im Bauch den Stress der Angst nicht spüren sollte. Das hilft alles nicht. Wer  einmal erlebt hat, wie fragil so ein kleines Leben ist und wie NICHT selbstverständlich es ist, ein gesundes Baby mit nach Hause zu nehmen, der braucht vor allem Verständnis. Der braucht jemanden, der anerkennt, dass diese Angst okay ist und einfach nur zuhört. Gegen die Angst können wir nicht viel tun, aber wir können einfach da sein und mit aushalten, was auch immer da an Emotionen hochkommt.

 

  1. Wartezeiten vor Terminen

Es ist okay, wenn es zu Verzögerungen und Wartezeiten bei Terminen kommt. Für eine Mama schwanger nach Verlust kann das aber zur Tortur werden. Fragt die Mama, ob sie sich wohlfühlt. Informiert sie über die Wartezeit. Wenn es für sie zu schwer wird, schickt sie spazieren oder einen Kaffee trinken. Wenn sie es mit den anderen Schwangeren nicht aushält, schaut, ob sie in einen Nebenraum sitzen möchte. Schaut nach ihr. Sie wird sich verstanden und nur halb so verloren fühlen.

 

  1. Vermeiden von Triggerfragen

Die Frage, ob das die erste Schwangerschaft oder das erste Kind ist, kann viele schmerzhafte Emotionen auslösen. Oftmals erleben die Betroffenen einen Gedankensturm von „Sag ich es oder sag ich es nicht?“, „Kann mein Gegenüber die Wahrheit ertragen?“, „Kann ich die Wahrheit gerade ertragen?“. Eine so simple und unschuldige Frage kann den Schmerz des Verlustes voll zum Vorschein bringen. Vielleicht kann ein sichtbarer bzw. „warnender“ Kleber auf der Akte dem Pflegepersonal helfen zu erkennen, ob eine Schwangere schon Verlusterfahrungen gemacht hat. So können auch Praxisassistenten/innen und Hebammen sensibilisiert werden und auslösende Fragen vermieden werden.

 

  1. Kürzere Abstände zwischen Ultraschallterminen

Auch wenn eine Folgeschwangerschaft nach Verlust völlig normal und gesund verläuft, ist es KEINE normale Schwangerschaft für die betroffene Mama. Die normalen vierwöchigen Abstände zwischen Ultraschallterminen sind für viele Betroffene zu lang und schwer auszuhalten. Sprecht mit der Mama darüber und vereinbart kürzere Abstände, wenn es der Mama hilft. Es kann auch helfen zwischendrin einen Hebammenbesuch zu organisieren. Vermittelt der Mama die Sicherheit, dass sie IMMER kommen oder anrufen kann, wenn die Angst mit ihr durchgeht.

 

  1. Zusätzliche Beleghebammen-Betreuung

Es gibt viele speziell ausgebildete oder erfahrene Beleghebammen und Doulas, die Frauen in der Folgeschwangerschaft nach Verlust liebevoll und empathisch betreuen können. Viele wissen nur leider von dieser Möglichkeit nicht. Dabei kann die Schwangere eine treue Begleiterin und Ansprechpartnerin gewinnen, die ihre Geschichte kennt und den Weg gemeinsam mit ihr geht. Sie kann Zwischenkontrollen übernehmen, in Notfällen erreichbar sein und sogar die Geburt begleiten.
Es ist wichtig, dass Schwangere über die Option informiert und aufgeklärt werden und ihnen jemand bei der Vermittlung hilft.

 

  1. Verständnis, Verständnis, Verständnis

Und noch etwas mehr Verständnis.

Verständnis Folgeschwangerschaft

Dieser Artikel entstand aus meiner ganz eigenen Erfahrung und den Geschichten, die ihren Weg zu mir gefunden haben. Es soll ein erster Schritt sein in Richtung Aufklärung und er soll zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Feedback und Input sind herzlich willkommen.

 

Begleitung in der Folgeschwangerschaft durch die Mamas von Himmelskind.

Meditation bei Ängsten in der Folgeschwangerschaft.


7 Dinge, die du tun kannst, um im Oktober Sternenkindern zu gedenken

Hast du in deinem Freundeskreis oder in deiner Familie jemanden, der ein Kind verloren hat? Durften sie ihr Kind vielleicht nie ausserhalb ihres Bauches kennenlernen, weil es still geboren wurde? Oder durften sie ihr Kind vielleicht nach der Geburt mit nach Hause nehmen, doch es verstarb leider kurze Zeit später? Oder vielleicht hast du eine Freundin, die gleich mehrere Fehlgeburten erleiden musste, wobei schon eine unsäglich schmerzhaft ist? Oder eine Freundin, die sich so sehr Kinder wünscht, aber es einfach nie klappen will? Vielleicht hast du Freunde, deren Kleinkind, Schulkind oder Teenager tragischerweise verstarb?

Wenn du jemanden kennst, dessen Welt durch den Verlust eines Kindes schmerzlich zerbrach, dann nimm dir diesen Monat einen Moment Zeit und unterstütze die verwaisten Eltern. Erinnere dich gemeinsam mit ihnen an ihr Kind im Himmel und begleite sie ein Stückchen auf ihrem Weg.

Der Monat Oktober steht ganz im Zeichen von den Kindern, die vor, während oder nach der Geburt zu den Sternen reisten. Er soll Aufmerksamkeit auf das Thema Kindsverlust lenken, das Tabu Stück für Stück brechen und betroffenen Eltern aus ihrer Isolation helfen.

Gedenkmonat für Sternenkinder

 

Vielleicht liest du die Zeilen gerade und fragst dich, wie du betroffene Eltern am besten unterstützen kannst. Das ist so verständlich. Hier sind ein paar Ideen und Anregungen für dich:

  1. Zünde eine Kerze für das Sternenkind an

Der 15. Oktober ist weltweiter Gedenktag für Sternenkinder und auch du bist herzlich eingeladen mitzumachen. Alles was du tun musst ist um 19 Uhr eine Kerze in Erinnerung an das Sternenkind anzuzünden und sie eine Stunde brennen zu lassen. Da weltweit um 19 Uhr Ortszeit Kerzen angezündet werden, entsteht eine Welle des Lichtes – in Erinnerung an all die Kinder, die uns viel zu früh verlassen mussten.

  1. Sag den Namen des Kindes

Wenn du einen Kaffee mit den betroffenen Eltern trinkst oder zufällig auf Arbeit auf sie triffst, nimm dir einen Moment und versuche den Namen des Kindes in euer Gespräch zu integrieren. Das muss nicht formell oder ungelenk geschehen. Zum Beispiel, wenn du sie zu Hause besuchst und du siehst ein Foto von ihrem Kind, dann sag einfach: „Das Bild von dir und Marc ist wunderschön.“ Oder wenn sich keine natürliche Gelegenheit ergibt, dann sag einfach: „Ich habe gehört der Oktober ist Gedenkmonat für Sternenkinder und du sollst wissen, dass ich an Ella denke.“

  1. Schicke eine Karte

Vielleicht findest du irgendwo eine Karte auf der steht „Ich denke an dich“. So etwas ist perfekt um betroffene Eltern wissen zu lassen, dass sie in ihrem Schmerz nicht alleine sind und ihre Kinder im Himmel nicht vergessen werden. Das ist so unendlich wertvoll.

  1. Ruf sie an

Trau dich, nimm das Telefon zur Hand und ruf sie an. Sag, dass du weisst, dass der Oktober im Zeichen der Sternenkinder steht und du an ihr Kind denkst. Du könntest sie auch fragen, ob du irgendetwas tun könntest in Erinnerung an ihr Kind.

  1. Tu etwas Gutes im Namen des Kindes – Random Act of Kindness

Wie wäre es wenn du etwas Gutes im Namen des Sternenkindes tun würdest? Es können so kleine und einfache Dinge sein, wie der Person hinter dir in der Schlange einen Kaffee zu spendieren, mit einer Notiz, dass du das in Erinnerung an das Sternenkind deiner Freundin gemacht hast. Die Möglichkeiten sind endlos. Sei einfach kreativ. Und vergiss nicht den betroffenen Eltern davon zu erzählen. Es wird sie sicher zu Tränen rühren.

  1. Begleite sie zu einer Gedenkfeier

Vielleicht findet in eurer Nähe eine Gedenkfeier für Sternenkinder statt. Mach sie darauf aufmerksam und frag, ob du sie begleiten darfst. Das ist eine wundervolle Geste und würde den Eltern sicher viel bedeuten.
Hier sind ein paar Gedenkfeiern in der Schweiz:

  • 16. November 2019, 17.00 – 18.00 Uhr im Chor der reformierten Kirche Richterswil – Ein Hauch von Leben
  • 17. November 2019, 16.00 – ca.17.15 Uhr in der Liebfrauenkirche Zürich – Gedenkfeier für verstorbene Kinder
  • 17. November 2019, 16:00 – 17:30 in der Heiliggeistkirche Bern  – Gedenkfeier für Menschen, die um ein Kind trauern
  • 08. Dezember 2019 17:00 Uhr im St. Johann Schaffhausen – Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für verstorbene Kinder
  1. Sende eine Message via Facebook oder Email und lass die betroffenen Eltern wissen, dass du ihrem Kind gedenkst und es nicht vergessen hast. Hier sind zwei Beispiele, die du verwenden kannst. Eins auf deutsch und eins auf Englisch von „Pregnancy After Loss Support“

In Gedanke bei deinem Sternenkind

 

Gedenkmonat für Sternenkinder

Wofür auch immer du dich letztendlich entscheidest. Für dich mag eine solche Geste klein erscheinen in anbetracht der Grösse des Verlustes. Aber sei dir gewiss, für die betroffenen Eltern wird es die Welt bedeuten.

 

Dieser Text entstand in Anlehnung an die wundervollen Ideen auf der englischen Pregnancy After Loss Support-Seite:

„10 Ways to Support a Bereaved Parent during Pregnancy, Infant, and Child Loss Awareness Month“