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Fehlgeburt

Was gibt es für schlimmere Momente im Leben einer schwangeren Frau, als wenn sie plötzlich starke Krämpfe und Blutungen bekommt. Oder sie vom Arzt diesen einen Satz hört, den kein schwangeres Paar je hören möchte: „Es tut mir sehr leid, ich finde keinen Herzschlag.“

Die Wucht dieser Momente ist kaum in Worte zu fassen. Von einer Sekunde auf die andere zerbricht der grosse Traum vom Familienglück und was bleibt ist eine unbeschreibliche Leere. Eine Leere im Bauch, im Herz, im Leben.

Fehlgeburten sind in unserer Gesellschaft ein absolutes Tabuthema. Kaum einer spricht darüber. Warten doch auch die meisten erst bis zur 12. Schwangerschaftswoche bis sie überhaupt die frohe Botschaft kundtun. Viele erfahren erst, wie häufig Frauen ein Kind verlieren, wenn sie sich trauen darüber zu reden. Man geht davon aus, dass ca. jede 5. Schwangerschaft in einer Fehlgeburt vor der 12. SSW erleiden. Die Zahl ist sogar noch höher bei den frühen Abgängen bis zur 6. SSW. Hier sind es mehr die Hälfte aller Schwangerschaften.

Die Zahl der Betroffenen ist gross. Umso wichtiger ist es darüber offen zu reden und Frauen ihre Trauer zu zugestehen. Eine Fehlgeburt kann ein sehr einschneidendes und unter Umständen sogar äusserst traumatisierendes Erlebnis darstellen. Viele verlieren jegliches Vertrauen in ihren Körper. Sie sind enttäuscht, wütend und haben Angst.
Und es gibt kaum Menschen, die diese Trauer verstehen. Viel zu oft hören Betroffene:

  • „Es war doch so klein und noch gar kein richtiges Lebewesen.“
  • „Weiss doch jeder, dass man ein den ersten 12 Wochen eine Fehlgeburt haben kann.“
  • „Das war sicher besser so, vielleicht wäre es behindert gewesen.“
  • „Du kannst es doch einfach nochmal versuchen. Vielleicht hat dein Körper eine Übungsrunde gebraucht“

Solche Sätze sollen sicher tröstend gemeint sein, aber sie sind ein Stich ins Herz jeder Mama, die ein Kind gehen lassen musste. Denn es war ein Lebewesen, das gewünschte Baby von jemanden. Sicher keine Übungsrunde. Solche Sätze halten Frauen davon ab offen über ihre Erfahrungen zu reden und ihre Trauer zuzulassen. Sie sind verletzend, verursachen Gefühle wie Scham und Versagen und sind einfach nur respektlos gegenüber der Mutter und ihrem Baby.

Viele fühlen sich daher alleine mit ihren Gefühlen und all den Fragen, die sie nun beschäftigen:

  • Wie geht es jetzt weiter?
  • Darf ich trauern und wenn ja, wie?
  • Mit wem kann ich darüber sprechen?
  • Wie finde ich wieder Vertrauen in meinen Körper?
  • Wie können wir uns in der Partnerschaft gegenseitig unterstützen (Männer trauern anders als Frauen)
  • Wie gehe mit der Angst um, sollte ich wieder schwanger werden?

Wir möchten dir sagen, DU BIST NICHT ALLEINE! Wir sehen dich. Wir sehen dein Sternchen. Wir sehen deine Trauer.
Du kannst dich mit all deinen Fragen jederzeit an uns wenden. Unsere Sternenmama Pia hat selber Fehlgeburten erlebt und wird euch gerne begleiten.

Pia erreicht ihr unter folgender Nummer: 079/468 48 72