Janine mit Jill, Linn und Shayen

Aufgaben: Akuthilfe, Trauerbegleitung, Vizepräsidentin Verein Himmelskind

Ich bin Janine

1973 im Aargau geboren,  Mama von drei Engelsmädchen und 1 Erdentochter, Juno, welche im Sommer 2018 in die 1. Klasse gekommen ist.

Meine Zwillingsmädchen Jill und Linn

Meine erste Schwangerschaft mit meinen eineiigen Zwillingen Jill und Linn endete abrupt in der 27. Schwangerschaftswoche. Alles schien heil bis zum Tag der Diagnose. Sie litten unter dem fetofetalen Transfusionssyndrom und jegliche Hilfe kam zu spät. An meinem Geburtstag kamen sie zur still zur Welt. Ich bin noch heute dankbar für diese schützende „Watte“ die mich umgab in diesen Tagen, als ich sie leblos bei mir hatte.

Shayen

Meine dritte Schwangerschaft mit Shayen Orli verlief bis zur 35. Schwangerschaftswoche problemlos. Auch sie war ein Wunschkind. Ein Geschwister für unsere Tochter Juno. Die Vorfreude war unermesslich.

Doch dann bemerkte meine Gynäkologin vergrösserte Nieren beidseits. Diverse Untersuchungen folgten, doch bis zur Geburt blieb unklar was dies bedeuten sollte.

Termingerecht durfte ich sie dann im Wasser gebären. Kaum war Shayen da brauchte sie jedoch Unterstützung mittels Beatmungsbeutel. Als ich sie Minuten später zum ersten Mal sah, umringt von unzähligen Ärzten, war mir klar, dass nicht nur die Nieren ihr das Leben erschweren würden. Als wir 4 Wochen später die zerschmetternde Diagnose erhielten, meinte ich, dies nicht nochmals überleben zu können. Shayen litt unter dem seltenen Schinzel Giedion Syndrom. Dies bedeutete, dass wir jeden Tag damit rechnen mussten, dass sie versterben könnte.

Shayens Leben auf dieser Erde dauerte 8.5 Monate. Dann hatte sie es plötzlich eilig. Sie hatte keine Kraft mehr zu kämpfen. Aus tiefster Liebe liessen wir sie über die Regenbogenbrücke gehen, mit dem festen Glauben auf ein Wiedersehen irgendwann und irgendwo. Darauf freue ich mich.

Was ich euch betroffenen Mamas und Papas sagen möchte

Das Leben geht weiter. Anders. Aber es geht. Schritt für Schritt.

Es darf getrauert werden. Es soll getrauert werden. So wie´s grad geht. Auch wenn ihr euer Sternenkind nicht in euren Armen halten dürft,  loslassen müsst ihr es nicht. Es bleibt mit euch verbunden, durch eure Herzen- auf immer und ewig. Die Beziehung geht weiter, denn die Liebe zu eurem Kind bleibt.

Um der Sinnlosigkeit des Todes meiner geliebten Engelskinder etwas entgegenzusetzen engagiere ich mich mit Herzblut für Familien in ähnlichen Situationen. Ich möchte sie dort unterstützen und stärken, wo sie es wünschen und für sie stimmt. Ihr seid nicht alleine, wir sind für euch da. Von Herz zu Herz, ohne Wenn und Aber.

Meine Qualifikationen: